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Stellen Sie sich einmal vor, Sie schlagen die Bibel auf, lesen im Lukasevangelium, und plötzlich, mitten in der Lektüre, finden Sie da den Satz „Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter Bibel.de“. Angesichts der permanenten Aufforderung, weitere Informationen einzuholen – und zwar vornehmlich im Internet – ist sogenanntes „Bordermanagement“ gefragt. Auf Deutsch gesagt: Der Mensch muss den Mut haben, zu sagen: Bis hierher und nicht weiter!
„Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter tagesschau.de“. Kein Tag vergeht ohne diesen Satz, wahlweise auch als „... unter heute.de“. Der Informationswert ist gleich null. Denn weitere Informationen erhalte ich auch auf tausenden anderen Internetseiten, in der Zeitung, im Sonntagsblatt und auch bei meiner Nachbarin Rosina. Die Nachrichtensendungen machen hier schlicht Werbung für ihre Internetangebote, was in seriösen Sendungen nichts zu suchen hat.   Was soll der Zuschauer nun tun? Den Kasten sofort ausschalten und ins Internet gehen? Er sieht sich ja  die Nachrichten gerade deshalb an, weil er kurz informiert werden möchte und gar keine weiteren Informationen will.   Die vielen „weiteren Informationen“, die man – weiß der Herr wo – erhält, sind zu 99,9 Prozent Informationsmüll, der für unsere Existenz komplett überflüssig und nach drei Minuten wieder vergessen ist. Alles Wichtige kann man klar sagen, und was man nicht klar sagen kann, darüber sollte man schweigen, könnte man in Anlehnung an den Philosophen Ludwig Wittgenstein sagen.   Stellen Sie sich einmal vor, Sie schlagen die Bibel auf, lesen im Lukasevangelium, und plötzlich, mitten in der Lektüre, finden Sie da den Satz „Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter Bibel.de“. Nein, die Bibel lese ich ja gerade, weil ich glaube, dass da die wesentlichen Informationen enthalten sind und ich eben gerade nicht noch irgendwo sonst nachlesen muss. Quellen, die auf andere Quellen verweisen, teilen letztlich mit, dass sie unvollständig, und somit minderwertig sind. Angesichts der permanenten Aufforderung, weitere Informationen einzuholen – und zwar vornehmlich im Internet – ist sogenanntes „Bordermanagement“ gefragt. Auf Deutsch gesagt: Der Mensch muss den Mut haben, zu sagen: Bis hierher und nicht weiter! Ich lasse mich nicht mit Informationsmüll bis unter die Hutkante zuschütten! Und dabei geht es mir gut! Ich entscheide selbst, was mir wichtig ist. Eine konzentrierte oder meditative Bibellektüre bringt mir mehr, als die zehntausendste „weitere Information“ über Abhöraffären, Plagiate oder Nahostgespräche.