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Transparenz schaffen

Warum sich bedeckt halten, wenn die Vermögen doch Gutes bewahren?
Bischof Tebartz-van Elst und seine Bauprojekte: Was passiert, wenn die eingesetzte Prüfungskommission tatsächlich zu dem Egebnis kommt, dass der zuständige Bischof in der wunderschönen Fachwerkstadt an der Lahn bei seinen ehrgeizigen Bauprojekten getrickst, vertuscht und womöglich auch unrechtmäßig gehandelt hat? Eigentlich nicht viel mehr als jetzt. Denn die meisten haben schon längst den Eindruck gewonnen, dass hier so Einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Viele Gläubige sind von ihrer Kirche einfach nur enttäuscht, und prangern ganz pauschal Prunksucht, teilweise auch eitle Selbstdarstellung ihrer Kirchenvertreter an. Sie fragen sich, ob Limburg wohl ein Einzelfall bleibt, oder was in den nächsten Wochen noch so alles auf die Kirche in Deutschland zukommen wird.   Nichts wird so bleiben wie es ist.  Das darf es auch nicht! Das Thema „Missbrauch“ hat die Kirche gelehrt, nichts, auch wenn es noch so peinlich ist, zu verschweigen. Übrigens: Hier hat die Diözese Würzburg beispielhaft gehandelt und von Anfang die nötige Entschlossenheit und Härte gezeigt.   Benötigt demnächst jede Diözese auch noch einen Verschwendungsbeauftragten? Wohl kaum, sollten alle Kirchenoberen schon bald damit beginnen, Transparenz in alle ihre Vermögenshaushalte und Finanzierungen zu bringen, um sich nicht (größtenteils) unsachlichen Verdächtigungen ausgesetzt zu sehen. Würzburg hat bereits einen ermutigenden Anfang gemacht – vor allem bei der Frage:„Was ist der ,Bischöfliche Stuhl‘?“ Hier vermuteten einige sofort Graue oder Schwarze Kassen, von Kirchensteuergeldern permanent gefüttert. Unsinn! Dass dort das finanzielle Fundament der Bistümer (und das seit Jahrhunderten) – vor allem Immobilien, Beteiligungen und dergleichen – steckt, hätten die Bistümer eigentlich auch ohne  Druck von Außen offenlegen können. Dient dieses Vermögen doch vor allem der kirchlichen Daseinsvorsorge. Bei einer immer kleiner werdenden Gesellschaft ist das vor allem eine existenzielle Aufgabe. Warum also sich bedeckt halten, wenn diese Vermögen doch Gutes bewahren?