Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Krippenspiel in Rottenbauer

Ein gutes Dutzend Kommunionkinder übt im Altarraum der St. Josef-Kirche
Es weihnachtet sehr in der Kirche St. Josef in Rottenbauer. Hier übt ein gutes Dutzend Kommunionkinder im Altarraum der Kirche das diesjährige Krippenspiel ein. Das ist im südlichsten der Würzburger Stadtteile immer ein ganz besonderes.

Eine beeindruckende Mischung aus Gesang und Schauspiel sorgt dafür, dass am Nachmittag des 24. Dezember ein großer Teil der Gemeinde nach St. Josef in Rottenbauer strömt. In den Kirchenraum, der für knapp 150 Personen ausgelegt ist, zwängen sich dann weit mehr als 200 Zuschauerinnen und Zuschauer aus allen Altersgruppen; die jüngsten nehmen auf Kissen vor der ersten Bankreihe Platz

„Unser Krippenspiel mit Chorgesang, Solisten und Begleitband mit Saxofon, Piano, Percussion und Violine wirkt für mich wie ein kleines Musical“, sagt Gemeindereferent Frank Greubel. Hauptdarsteller sind am Heiligabend die Kommunionkinder des Folgejahres. Verantwortlich für die Inszenierung ist zum vierten Mal in Folge Theresa Rücker. Sie leitet auch den Kinder- und Jugendchor von St. Josef, der das Krippenspiel musikalisch untermalt. Mit im Organisationsteam sind außerdem Sabine Dorbath, Nadja Herbolsheimer, Marina Kirchner und Sabine Schwab.

Wichtige Regie-Anweisungen

Den Buß- und Bettag haben die Organisatorinnen für die ersten Proben genutzt – und zugleich einigen Eltern die Kinderbetreuung am schulfreien Vormittag abgenommen. Auf dem Programm standen eine kleine katechetische Einheit, Trockenübungen in Sachen Text und Schauspiel sowie das Bemalen von Holzfiguren für die heimische Krippe.

Beim ersten Durchlauf des Krippenspiels im Kirchenraum wird eines sehr schnell deutlich: Kinder prägen sich Texte schnell ein, wenn sie mit Melodien verbunden sind. Die Weihnachtsgeschichte wird schon bei dieser Probe sehr flüssig erzählt, die teils gesungenen Textstellen sitzen. Theresa Rücker kann sich daher nützlichen Regieanweisungen widmen. „Ihr seht zum ersten Mal einen Engel, also schaut überrascht“, sagt sie an die Hirten gewandt. Auch Frank Greubel, der selbst regelmäßig bei den Passionsspielen in Sömmersdorf auftritt, gibt den Kindern einen Rat: „Ihr könnt nicht zu viel schauspielern: Streckt die Hände aus, macht große Bewegungen.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Es ist schön, wenn die Zuschauer eure Gesichter sehen, und nicht euren Rücken.

In dem kleinen Rottenbauerer Ensemble hat Theresa Rücker zum dritten Mal in vier Jahren ein eigenes (Kommunion-)Kind untergebracht. Ihr Ehemann Wolfgang spielt bei der Aufführung das Piano.

Besinnlich wird’s dann später

Das Krippenspiel als Familienunternehmen? „Alle fünf sind beteiligt. Die beiden Großen singen im Chor, unser Sohn spielt zusätzlich die Trompete beim Auftritt des Boten“, sagt Rücker. Sie steckt jedes Jahr einige Stunden an ehrenamtlicher Arbeit in die Vorbereitungen – gerade am Heiligabend.

„Besinnlicher wird es erst, wenn in der Kirche alles so aufgeräumt ist, dass die Christmette am Abend stattfinden kann, und wir wieder zuhause sind“, sagt sie, und zuckt kaum merklich mit den Schultern. So sei es eben. Denn wie alle Beteiligten weiß sie, wofür sie sich engagiert: Für die freudig leuchtenden Kinderaugen in den vorderen Reihen. Und für die Eltern und Großeltern, deren Augen vor Rührung wahrscheinlich eher etwas glasig werden dürften.

Von Sebastian Haas