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Allen von Herzen danken

Woran mag es wohl liegen, dass Katholiken sich immer öfter aus der verantwortungsvollen Arbeit in kirchlichen Gremien verabschieden, oder erst gar nicht erwägen, ob das etwas für sie sein könnte? Vermissen sie öf­fent­liche Anerkennung für ihr Tun?
Am 16. Februar finden bayernweit – so auch bei uns im Bistum  – wieder Wahlen zum Pfarrgemeinderat statt. Dank Briefwahl hatten sich im Jahr 2010 mehr als ein Drittel aller wahlberechtigten Katholiken beteiligt. Die Zahl ist umso erfreulicher, da nur etwas mehr als ein Drittel von diesen regelmäßige Kirchgänger sind. Für heuer rechnet man mit etwa der gleichen Wahlbeteiligung.   Doch eins scheint sich heuer von der Wahl von vor vier Jahren zu unterscheiden, nämlich die nachlassende Bereitschaft der Gläubigen, für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren. Nicht überall fällt es so krass aus wie zum Beispiel in einer mainfränkischen Kleinstadt: Wies die Wahlliste 2010 noch keine Lücken auf, sind heuer nur zwei Kandidaten auf dem Wahlzettel vermerkt. Die anderen sechs Felder sind leer geblieben und sollen von den Wählern mit Namensvorschlägen bestückt werden. Ob die Vorgeschlagenen dann auch mitwirken ...? Wünschenswert wäre es, denn Kirche braucht ihre Gestalter vor Ort!   Woran mag es wohl liegen, dass Katholiken sich immer öfter aus der verantwortungsvollen Arbeit in kirchlichen Gremien verabschieden, oder erst gar nicht erwägen, ob das etwas für sie sein könnte? Vermissen sie öf­fent­liche Anerkennung für ihr Tun? Bisweilen drängt sich der Eindruck auf, manchem sei es peinlich, als engagierter Katholik im Rampenlicht zu stehen. Kein Wunder, hat die Kirche angesichts der handfesten Skandale der letzten Jahre doch sehr an Strahlkraft eingebüßt, somit auch an Vertrauen. Und dass der Pfarrgemeinderat kein echtes Entscheidungsgremium ist, der Pfarrer im Gegensatz zum kommunalen Ratsgremium immer das letzte Wort, das Sagen, hat, könnte ein weiterer Grund für die mangelnde Bereitschaft zum Mitwirken und zur Teilhabe sein.   Aber auch andere Beweggründe gibt es: den komplexer werdenden Alltag, die zahlreichen Verpflichtungen, die gestiegenen Anforderungen in Beruf und Familie. Wir sollten keinen „verteufeln“, der nicht mehr kandidiert, sondern allen von Herzen für ihr Geleistetes danken. Und den Verbliebenen und den Neuen sagen: Danke, dass es Ihr es macht!